Tierschau

BROCKUM. „Wir kommen wieder“, mit diesen Worten hatte sich Martin Seidl vor Jahresfrist aus Brockum verabschiedet. „Wir sind erneut dabei“, so bringt sich der Leiter Zucht- und Nutzviehvermarktung der Bayern-Genetik GmbH für die ab kommenden Samstag bis Dienstag, 1. November, laufende zweite Tierschau im Rahmen des 458. Brockumer Großmarktes bei den Besuchern wieder in Erinnerung. „In diesem Jahr sind wir noch größer, vielfältiger, attraktiver und informativer“, verspricht der Mitorganisator des neuen Markt-Standbeins.

Der bayerische Rinderexperte und sein mehrköpfiges Fachteam haben auch für die zweite Tierschau eine Überraschung eingepackt: „Es gibt in Brockum eine Deutschland-Premiere. Eine ähnliche Schau hat es bisher noch bei keiner landwirtschaftlichen Messe gegeben“, betonte Seidl und nennt als Motto der zweiten Tierschau: „Vom Ausstellungsrind bis zur Verkostung von Rindfleischburgern.“

Mit annähernd 30 Tieren der unterschiedlichsten Rassen gibt die Bayern-Genetik mit Unterstützung mehrerer Zuchtbetriebe aus der Region einen tiefen Einblick in die Rassenvielfalt auf dem Rindermarkt. „Große Bedeutung kommt nach wie vor der Fleckvieh-Doppelnutzung zu“, betont Martin Seidl, „also der Produktion von Milch und Fleisch in einem Rind“, ergänzt er. Als sehenswertesten Fleckvieh-Vertreter kündigt er den knapp fünfjährigen Prachtbullen „Saldana“ mit einem Gewicht von 1.500 Kilogramm an. „Der steht gleich im Eingangsbereich der Tierschau und wird ganz sicher die Blicke der Besucher auf sich ziehen“, ist sich Seidl sicher.

Zum Fleckvieh-Genre zählen zudem mehrere Färsen, die für Milchviehbetriebe interessant sind sowie sogenannte „Fresser“ und Jungbullen, bei denen sich insbesondere Bullenmäster informieren dürften.
Der bekannte Rinderzüchter Dr. Jan Jansen aus dem ammerländischen Westerstede ist wieder mit Tieren der Rasse Welsh Black vertreten – mit einem kräftigen Bullen, einer Mutterkuh mit Kalb sowie einer Färse. Neben den positiven Eigenschaften der lebenden Tiere können sich die Besucher auch über die Fleischqualität der Rasse überzeugen. Die Fleischerei Meyerjürgens aus Bad Zwischenahn baut inmitten des Schaugeländes eine Grillhütte auf und bietet dort Welsh Black-Spezialitäten ohne jegliche Zusatzstoffe an: Hamburger, Rinderbratwurst, Fleischbällchen in pikanter Soße und Rinderbockwürstchen.

Zum ersten Mal werden in Brockum vom Aussterben bedrohte Rinderrassen aus Süddeutschland gezeigt – ein Pinzgauer Rind mit Kälbchen. Zum alten Landschlag zählt die ebenfalls zu sehende Rinderasse Triesdorfer Tiger, und dicht daneben präsentiert sich ein Highland-Muttertier mit seinem Nachwuchs.

Wie schon bei der Premiere im vergangenen Jahr wird das Ausstellungsangebot wieder mit jungen Schweinen des Markenfleischprogramms „Tierwohl“ abgerundet. Die qui(e)cklebendigen Borstentiere sind auf einem speziellen Präsentationstransporter zu sehen.

Zum Rahmenprogramm zählen unter anderem ein kleines Dorf aus rustikalen Weidehütten und Pferdeboxen, Anbieter von Weidezäunen und Kälbertränken sowie ein Stand mit Informationen zum Thema Wasseraufbereitung. Erstmals mit dabei ist die „Siebenhäuser Molkerei“ aus Rehden – mit Frozen Joghurt Eis, warmen Milchgetränken („auf Wunsch auch mit Schuss“) sowie Probiertäschchen mit ausgewählten Produkten der Rehdener Privatmolkerei. „Und wenn alles nach Plan läuft, haben wir am Montag auch wieder einen Überraschungsgast auf der Tierschau“, stellt Martin Seidl in Aussicht, „mehr wird aber noch nicht verraten.“ ges

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